In einem aktuellen Beitrag berichtet K-Tipp über das Problem Littering – also im öffentlichen Raum fallen- und oder liegengelassener Abfall – und die damit allein in der Schweiz verursachten jährlichen Kosten von rund 200 Millionen Franken. So viel geben nämlich die Gemeinden und der öffentliche Verkehr gemäss Statistikamt jedes Jahr fürs Beseitigen von weggeworfenen Flaschen, Zigarettenstummeln, liegengelassenen Fast-Food-Verpackungen und anderem Abfall aus.
Littering in Mit Bussen gegen Littering Bussenandrohungen bringen nichts, heisst es. Soviel ist klar, es muss wirklich schmerzen. Nicht androhen, verteilen! Bussen bei Abfallverstössen werden unter anderem in Aarau, Basel, Bern, Luzern, Soluthurn und St.Gallen ausgestellt. Und zwar in der Höhe zwischen 40 und 300 Franken. Dies habe jedoch nicht viel gebracht, heisst es, weil die Polizei Abfallsünder auf frischer Tat ertappen müsse. Doch die von K-Tipp befragten 900 Leser fordern zu

  • 56 Prozent hohe Bussen
  • 21 Prozent Pfandabgaben
  • 16 Prozent Räumung durch abfallproduzierende Betriebe (Bsp. Take-away)
  • 7 Prozent fordern von den Gemeinden mehr Putzpersonal einzustellen

Okay und jetzt kommt die Gretchenfrage…wer produziert den Dreck und wer soll dafür bezahlen? Ist es richtig, dass die Steuerzahler dafür aufkommen, so wie im Glattpark in Opfikon ZH? Dort machen nämlich sechs Langzeitarbeitslose die Runde und sammeln Abfall ein und dies jeden Tag zwischen 09.30 und 22 Uhr. In meiner Wohngemeinde hat man noch nie Interesse gezeigt, die Verursacher ausfindig zu machen, selbst dann wenn ganze Kehrichtsäcke in den nächsten Wald geworfen werden. Es ist eben viel einfacher, unbescholtene Bürger dafür bluten zu lassen. Zumindest in unserer Gemeinde ist es so, dass die Hundesteuer genügt für die Beseitigung des gesamten öffentlich anfallenden Mülls.

Wählen Gemeinden den bequemen Weg des geringsten Widerstandes, provozieren sie damit glatt das Gegenteil von dem, was gewünscht ist. Ich habe selbst schon gehört ‘lass es einfach liegen, die von der Gemeinde sollen das wegräumen’. Macht das Beispiel Opfikon Schule, erzieht man gerade die jungen Leute geradezu zu solch verwerflichem Verhalten. Statt die Verursacher da zu packen, wo es schmerzt, lässt man Steuerzahler dafür aufkommen.

Da gefällt mir das mir bekannte Beispiel eines beherzten Bürgers viel viel Besser. Dieser sammelte nämlich den von bekannten Personen liegengelassenen Dreck am Grillplatz ein und leerte den Anhänger kurzerhand in den Garten des Verursachers
…der sich darüber natürlich riesig freute.
Ich denke, solche Aktionen und die erhöhte Kontrolle mit Verteilen von schmerzlichen Bussen haben am ehesten Potential zum Umdenken zu führen. Dazu müsste man die Verursacher mehr in die Pflicht nehmen, weil Nachtbuben oft Verpackungen bequem ‘entsorgen’, die eindeutig Take-aways in der Region zugeordnet werden können.

Siehe auch…Littering ist zu oft ein Problem

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