
k kiosk - Der Kunde soll erst an der Kasse wissen, welch horrenden Preis er zu bezahlen hat.
Nach wie vor erlebt Überraschungen, wer sich Zeitschriften kauft. Die Euro-Preise werden nämlich nach wie vor in Schweizer Franken verdoppelt wenn nicht gar verdreifacht. Und dies notabene ohne irgendeine Gegenleistung. Nada. Ich finde dies kriminell, reine Abzocke, der Preisüberwacher ist hier offenbar anderer Ansicht, tut jedenfalls nichts. Nicht einmal gegen die Diskriminierung…Bezahlen des aufgedruckten Preises in Euro ist nämlich nicht möglich.
Nun wurden ja Schweizer Konsumenten in letzter Zeit endlich hellhörig in Bezug auf den Umrechnungskurs. Und was tut man im Zeitschriftenhandel? Man zeichnet keine Preise mehr an. Wie beispielsweise bei k kiosk. Dort ist es den Mitarbeitenden nicht mehr erlaubt, ein Preisettiket mit dem regulären Preis anzubringen. Das Schild trägt ein Datum. Hach welche Leistung, was soll ich denn damit anfangen…? Es geht offenbar darum, dass der Konsument erst bei Bezahlung des ausgewählten Artikels wissen soll, was er zu bezahlen hat. Wohl mit der Vorstellung, dass er an der Kasse nicht mehr gewillt ist, das Heft da zu lassen.
Im illustrierten Fall ist das Ettiket, das früher den Preis trug, auf der Rückseite angebracht. Auf der Frontseite prangt gross der Preis »Nur 2,95 E«. Und klein daneben Preise für verschiedene Länder. Für die Schweiz: 5 Franken 90. Ein Aufschlag von satten 100 Prozent. Bei einem Wechselkurs von aktuell haarscharf über 1.20. Und das so klein angeschrieben, dass ich eine Lupe brauche um es zu entziffern. Haben Sie beim Einkauf eine Lupe dabei…?
Okay und was folgt daraus? …ich habe festgestellt, dass es andere Menschen wie mich gibt. Ich war früher sehr regelmässiger Zeitschriftenkunde und habe verschiedene Titel regelmässig gekauft. Heute muss mich schon ein Thema ganz besonders interessieren und auch dann kaufe ich nur noch die billigsten Zeitschriften…falls ich die Abzocke (gelegentlich wird der Euro-Preis verdreifacht) rechtzeitig feststelle. Die anderen bleiben liegen.
Vermutlich kommt irgendwann das grosse Jammern in Kioskkreisen: Einbruch der Umsätze, Stellenverlust, die öffentliche Hand soll doch mal bitteschön…
Vielleicht lohnt es sich eine Zeitschrift zu abonnieren…?
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